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Lebensbejahende Gesetze reduzieren die Anzahl von Abtreibungen. Hier sind die Beweise.

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Dieser Blogeintrag wurde mit freundlicher Genehmigung von secular pro-life übersetzt und hier erneut veröffentlicht.

Eines der populärsten Pro-Choice-Argumente, das mir begegnet ist, hat nichts mit der Persöhnlichkeit des Ungeborenen oder den körperlichen Selbstbestimmung zu tun. Stattdessen versuchen viele Abtreibungsbefürworter, philosophische und biologische Argumente zu entkräften, indem sie sagen, dass Anti-Abtreibungsgesetze (seien es inkrementelle Pro-Life-Gesetze, wie sie in verschiedenen US-Bundesstaaten verabschiedet wurden, oder totale Verbote von elektiven Abtreibungen) einfach nicht funktionieren.

Die Quelle für diese Behauptung ist fast immer eine gemeinsame Studie der WHO und des Guttmacher-Instituts (einer explizit abtreibungsbefürwortenden Organisation mit früheren Verbindungen zu Planned Parenthood), die in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde. Diese Studie schätzt die Abtreibungszahlen und -raten für Frauen in verschiedenen Weltregionen. Sie behauptet, dass die Abtreibungsraten in Regionen, in denen Abtreibung auf breiter Basis erlaubt ist (Nordamerika, Europa usw.) und Regionen, in denen sie weitgehend illegal ist (Lateinamerika und Afrika), ähnlich sind. Der einzige Unterschied, so die Autoren, bestehe darin, dass der Schwangerschaftsabbruch in Regionen, in denen er legal ist, im Allgemeinen sicher, und in Regionen, in denen er illegal ist, gefährlich ist.

Ich bezweifle zwar nicht, dass in vielen Entwicklungsländern illegale Abtreibungen in beträchtlicher Zahl stattfinden, aber ich zweifle an der Genauigkeit vieler Schätzungen Guttmachers. Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, auf alle Gründe dafür einzugehen, aber ich werde hier ein Eingeständnis der UNO (die dazu neigt, legalisierte Abtreibungen zu begünstigen) damit verknüpfen, dass Guttmachers Schätzungen "ziemlich spekulativ sind, weil in der großen Mehrheit der Länder Daten fehlen". (Man beachte, dass die Studie, auf die sich die UNO bezieht, eine ältere Studie aus dem Jahr 1999 ist, aber sie wurde von den gleichen Autoren mit den gleichen Methoden erstellt, und diese Schätzungen werden als Grundlage für spätere Schätzungen verwendet, so dass die Aussage der UNO nach wie vor gilt). Trotz des spekulativen Charakters solcher Schätzungen und Guttmachers politischen Hintergrunds, werden diese Zahlen von den Medien oft unkritisch wiederholt, und selbst viele Pro-Lifer nehmen sie für bare Münze. Viele Menschen, denen ein legaler Schwangerschaftsabbruch generell unangenehm ist, sind überzeugt, dass sie ein Verbot aufgrund dieser Studie nicht unterstützen werden. Tatsächlich war dieses Argument (unter anderem) ein Teil des Grundes dafür, dass ich einige Jahre lang (im ersten Trimester) für den Schwangerschaftsabbruch war, obwohl ich moralisch dagegen war.

Vor etwa einem Jahr begann ich, meine frühere Position zum Schwangerschaftsabbruch in Frage zu stellen und las eine Menge Pro-Life-Material, und ich las einige Pro-Life-Responses zur Lancet-Studie.

Der Pro-Life-Kolumnist der New York Times, Ross Douthat, bemerkte in seinen Kolumnen, dass die Studie nicht Gleiches mit Gleichem vergleicht, und er weist darauf hin, dass beim Vergleich der Abtreibungsraten zwischen allgemein Pro-Life-US-Bundesstaaten und allgemein Pro-Choice-Bundesstaaten die Pro-Life-Bundesstaaten signifikant niedrigere Abtreibungsraten aufweisen (dies gilt selbst dann, wenn man die Frauen berücksichtigt, die die Bundesstaatengrenzen überschreiten, um Abtreibungen Andernorts durchzuführen). Das weckte mein Interesse, weil es dem Ergebnis der Lancet-Studie widersprach: dass Gesetze, die Abtreibung einschränken, nicht mit niedrigeren Abtreibungsraten verbunden sind. Nun ist die Korrelation nicht unbedingt ursächlich, aber offensichtlich sind die US-Bundesstaaten viel direkter miteinander vergleichbar als Uganda mit Deutschland. Deshalb habe ich beschlossen, mich mit dieser Frage zu befassen. Anstatt verschiedene Länder zu vergleichen, dachte ich mir, dass die Wirksamkeit von Abtreibungsgesetzen am besten gemessen werden könnte, wenn man die Abtreibungsraten in diesem Land (oder Staat/Region) vor und nach der Legalisierung der Abtreibung oder nach einem restriktiven Gesetz vergleicht. Ich wollte auch sicher sein, Studien zu finden, die nicht von Pro-Life-Organisationen durchgeführt wurden, um jede mögliche Voreingenommenheit zugunsten von Anti-Abtreibungsgesetzen auszuschließen. Auf einige davon stieß ich beim Lesen von Pro-Life-Blogs, aber die meisten fand ich bei der Suche in Google Scholar.

Diese Liste ist meiner Meinung nach die besten Studien, die die Wirksamkeit verschiedener Arten von Anti-Abtreibungsgesetzen zeigen. Ich werde lediglich die Zusammenfassung neben dem Link wiedergeben.


Auswirkungen von Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen

Auswirkungen von Einschränkungen staatlicher Finanzierung für Abtreibung

Wartezeit/Beratungseffekte 

Auswirkungen einer Erhöherung bzw. Reduzierung der Anzahl von Abtreibungskliniken 


Man beachte, dass viele dieser Studien Auswirkungen der Abtreibungsgesetze auf die Fruchtbarkeit finden (niedriger, wenn die Abtreibung legalisiert wird, und höher, wenn die Abtreibung eingeschränkt wird), was bedeutet, dass nicht behauptet werden kann, dass nicht gemeldete illegale Abtreibungen den Unterschied in den Abtreibungsraten ausgleichen können. Wenn Abtreibungsbeschränkungen die Abtreibungsrate nicht verändern, dann sollten Abtreibungsgesetze keine messbaren Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben.

Ich denke, es gibt hier genügend Studien, die die Hypothese widerlegen, dass Abtreibungsgesetze nicht funktionieren. Dieses Argument ist unter den Abtreibungsbefürwortern sehr verbreitet, und es hat sich als wirkungsvoll erwiesen, um Menschen, die moralisch gegen den Schwangerschaftsabbruch sind, davon zu überzeugen, sich nicht rechtlich dagegen auszusprechen. Aber es ist einfach ein Mythos. Gesetze spielen eine Rolle, die Verfügbarkeit von Abtreibung spielt eine Rolle, und Abtreibungsgegner sollten sich nicht von Pro-Choice-Lobbygruppen täuschen lassen, um den legalen Kampf gegen Abtreibung aufzugeben.

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Gepostet von: secularprolife

Veröffentlicht to Analasys on 09.07.2020
Tags: Abtreibung, Gesetze, Legalisierung, Schwangerschaftskonfliktberatung, Wartezeit